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Schuhmode Jungdesigner

Die "Herren der Schöpfung" – zumindest in Sachen Schuhe

Schuhdesigner kann man nicht einfach werden – man ist es, hat es also im Blut, oder eben nicht. Ähnlich wie in der Modebranche. Lernen kann man zwar das ein oder andere, doch wer kein Gespür für die Trends am Markt oder die Wünsche der meist weiblichen Kundschaft hat, kommt nicht weit. Daher gibt es auch nur wenige, die den Sprung bis ganz an die Spitze schaffen und deren Kreationen berühmte Füße wie die von Natalie Portman, Nicole Kidman, Cher oder Sarah Jessica Parker zieren. Denn all diese Damen haben eines gemeinsam: Sie wollen in ihren Schuhen nicht nur laufen (das ist ohnehin Nebensache). Sie wollen vielmehr auffallen, anders sein als die anderen, besser aussehen und auf dem roten Teppich einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen. So schweben diese Stars auch nicht in 08/15 Schuhen über die Laufstege und Bühnen dieser Welt, sondern tragen regelrechte Schmuckstücke.

Zum Designer geboren – oder halt nicht

Doch um ein Designerschuh zu werden, reicht es nicht, einfach ein Luxusklasse-Schuh zu sein. Der Designerschuh an sich und als Objekt der Begierde wird nicht selten zu einem regelrechten Kunstwerk, das man sammelt und das irgendwann vielleicht sogar Kultstatus erlangt. Doch der Weg dorthin ist vor allem für den Designer lang und steinig. Erfolgreich gegangen sind ihn Roger Vivier, Salvatore Ferragamo und der spätestens seit Sex and the City zum Kultdesigner schlechthin avancierte Manolo Blahnik. Zudem erkennt der Profi auch an den markanten roten Sohlen die Handschrift von Louboutin. Aber neben dem etablierten Könnern der Szene gibt es auch immer wieder vielversprechende Newcomer, die zwar noch am Anfang ihrer Karriere stehen, doch schon jetzt mit beeindruckenden Kreationen und Ideen von sich reden machen.

Die GDS mit frostigem Thema

Eine Plattform für die jungen Künstler (aber auch für schon bekanntere Labels) bot sich im März dieses Jahres zwischen Geysiren und Gletschern, genauer gesagt auf der GDS-Plattform Design Attack, die unter anderem 100 Jungdesignern die Chance bot, ihre Kunstwerke für die Saison Herbst/Winter 2011/2012 zu präsentieren. Die erstmals ausstellenden Künstler und Labels waren Aurélia Paumelle, BB Vanities, Bed Stu Footwear, French Vintage, Penelope Chilvers, Rebel Rockers und Unabux  Hester Vlamings, Jelske Peterson, Kamaeleon, Machin Machine.
Das diesjährige Motto lautete "Polar Radar" und dementsprechend gestaltet war auch die Kulisse. Dem an die Kultzone gestellten Anspruch wurde die Show auf jeden Fall gerecht und punktete mit einem originellen Hallenkonzept, denn zu Gast waren wilde Tiere aus der Arktis, Geysire und Gletscher. Dem internationalen Publikum zeigten die Newcomer sehr ausgefallene Strömungen aus dem Bereich der Street- und Urbanwear sowie aus der Independent Fashion. Angeboten wurden die Modestücke in den schneeweißen und mit Eiskristallen verzierten Messeständen der Designer, die ihre Kollektionen so gekonnt in Szene setzten.

Anklänge an vergangene Tage

Das Thema selbst war eine Hommage an zurückliegende Jahrhunderte, in denen Entdeckergeist, Naturverbundenheit und Abenteuerlust die Menschen vorantrieb. Das Programm umfasste eine interessante Mischung aus Taschen, Schuhlabes, hippen Lifestyleprodukten und Accessoires, die jenseits des Mainstreams der Fashionwelt ihr Publikum und ihre Käufer suchten. Zu den bereits von der letzten GDS bekannten Künstlern gehörte die auch heuer wieder anwesende Amsterdamer Designerin Jelske Peterson, die mit ihren avantgardistischen Modellen viel Lob und Anerkennung erntete.

Mit sozialem Engagement

Bed Stu Footwear, ein Label, das zum ersten Mal in Düsseldorf dabei war, bewegte die Gäste nicht nur mit tollen Designkonzepten, sondern vor allem mit einer sozialen Idee. Die drei von den Menschen und Straßen in Bed Stuy, einem Brooklyner Viertel, inspirierten Jungdesigner überzeugen seit 1995 und ihrer ersten Kollektion mit Footwear in Form von Boots und anderen Typen mit Attitude: In Handarbeit entstehen so Lederboots, Loafer und an Vintage angelehnte Sandalen. Und damit die Schuhe auch für die breitere Masse erschwinglich sind, streut Bed Stu Footwear seine Palette. Es gibt zwei Linien und in einer großen Designvielfalt ist sowohl für den großen Geldbeutel als auch für die Nicht-Millionäre ein reiches Produktportfolio vorhanden. Die Cobbler-Kollektion setzt dabei auf natürliche Rohstoffe, die den robusten Modellen ihr typisches Äußeres geben. Mit pflanzlich gegerbtem Leder, randgenäht und mit einer Korkschicht ausgestattet sind sie komfortable Begleiter, die auch bei langem Tragen dem Fuß maximalen Komfort garantieren. Bei all dieser Liebe zum Detail der Fertigung könnte man auch meinen, dass dies im Fokus der Aufmerksamkeit bei Bed Stu Footwear stünde, doch dem ist nicht so. Das Label setzt sich intensiv für den Umweltschutz ein und brachte beispielsweise nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, als die Ölbohrplattform Deap Water Horizon im Meer versank, eine Special-Edition heraus, zu der klassische Halbschuhe, halbhohe Schnürer und Slipper im Öl- und Schlammdesign gehören. Der Erlös dieser "Gulf Coast Cleanup"-Serie geht zu 100 % an die tierischen Opfer der Katastrophe und wird für deren Rettung eingesetzt.